Die Druckverfahren

Für alle interessierten gibt es hier eine kleine Zusammenfassung was die 3D Druckverfahren sind, die ich anbiete.
Es gibt natürlich noch ein paar andere 3D Druck Verfahren, diese werden aber ausschliesslich im professionellen Bereich eingesetzt und können zum Beispiel Nylonpulver oder Metallpulver miteinander verschweissen.

Das FDM Druckverfahren

Dieses Druckverfahren beruhen auf der Aufschichtung von Kunststoff der geschmolzen wird. Das funktioniert ähnlich wie in einer Heißklebepistole die von einer Computergesteuerten Maschine bewegt wird.

Auf diesem Druckverfahren basieren heute die allermeisten 3D-Drucker.

Das Druckmaterial (quasi die Sticks bei der Heißklebepistole) wird dabei als Filament bezeichnet. Das ist eine Kunststoffspule mit dem Durchmesser 1,75 oder 2,85mm. Dabei gibt es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Kunststofftypen, in verschiedensten Farben und mit verschiedensten Zusätzen.

Die Präzession mit der 3D-Drucker von diesem Typ arbeiten können hängt davon ab, wie genau die mechanischen Bewegungen ausgeführt werden können. Für feine Details benötigt man zusätzlich eine entsprechend feine Druckspitze/Düse (Nozzle). Gleichzeitig steigt mit einer feineren Druckspitze aber die Druckdauer an.

Bedingt durch die Druckspitze ist die Auflösung bei diesem Druckverfahren aber grundsätzlich begrenzt. Je höher die Auflösung gewählt wird und je geringer die Schichtdicken werden, desto höher auch die Druckdauer.

Die meisten Materialien im FDM Druck lassen sich sehr gut nachbearbeiten, wie zum Beispiel schleifen, bemalen oder lackieren. Dies eröffnet viele Möglichkeiten im Kostümbau oder für Dekoelemente.

Hinweis:

Aufgrund des Schichtverfahrens gibt es immer eine Unterseite des Modells, die direkten Kontakt mit dem Druckbett hat, sowie eine Oberseite und die restlichen Seiten. Dadurch ergibt es sich, dass nicht jede Seite in Struktur und Aussehen gleich aussieht je nachdem wie das Modell beim Druck ausgerichtet wurde.
Komplexe Modelle die durch Stützstrukturen unterstützt werden müssen, können an den Kontaktstellen mit den Stützen auch etwas unschönere Oberflächen aufweisen. (Je nach Beschaffenheit der Kontaktstelle)

Toleranzen:

Im FDM Druck rechnet man mit durchschnittlichen Toleranzen von +/- 0.5% mit einer unteren Grenze von +/- 0.5mm

Das Resin Druckverfahren (SLA, SL, DLP, LCD,...)

Immer beliebter werden 3D-Drucker die mit photosensitivem Resinen. Das sind flüssige Materialien die beim Kontakt mit Licht aushärten. Diese Eigenschaft ermöglicht zahlreiche neue Möglichkeiten die mit der Zeit immer weiter Entwickelt werden.

Beim DLP 3D-Druck wird etwa ein Projektor als Lichtquelle genutzt, weiße Flächen härten dann Schicht für Schicht aus. Beim klassischen SLA 3D-Druck wird als Lichtquelle ein Laser eingesetzt, der durch eine Mechanik an den entsprechenden Ort gelenkt wird – trifft der Laser auf da Resin härtet es aus. Etwas neuer ist der Resin-3D-Druck mit Hilfe eines LCD-Panels, durch dieses leuchtet eine Lichtquelle durch, bei weißen Pixeln härtet das Resin dann aus, bei schwarzen nicht.

Jedes dieser Verfahren bringt eigene Nachteile und Vorteile mit sich, eines haben die Verfahren allgemein aber gemeinsam: Meist lassen sich extrem hohe Auflösungen erzielen dafür ist der Bauraum häufig eher eingeschränkt.

 

Die Nachbearbeitung von Objekten die mit Resin 3D-Druckern gedruckt wurden, ist deutlich aufwendiger als es bei FDM / FFF der Fall ist.

Hinweis:

Im Gegensatz zum FDM Druck kann durch die Genauigkeit dieses Verfahrens eine sehr gleichmässige Oberfläche auf allen Seiten erreicht werden.

Bei komplexeren Modellen, die über Stützstrukturen gestützt werden müssen, werden punktuelle Turmstrukturen verwendet. Diese können nach dem Entfernen kleine Macken am Modell hinterlassen.

Toleranzen:

Im DLP Druck rechnet man mit durchschnittlichen Toleranzen von +/- 0.2% mit einer unteren Grenze von +/- 0.2mm